Hexenjagd auf Computerspiele


Die 10 wichtigsten Argumente gegen ein Verbot von â€žKillerspielen“
Dezember 30, 2006, 8:02
Gespeichert unter: Spieleverbot

Tim Reichert, 29.12.2006 [PDF-Version]

1. Killerspiele gibt es überhaupt nicht.

Ohne den von Edmund Stoiber geprägten Begriff wäre das gesamte Verbotsbestreben wohl chancenlos. Das Wort ist ein propagandistisches Meisterwerk, denn jedes Spiel, das als Killerspiel bezeichnet wird, verwandelt sich sofort zu etwas abnormalem und nicht schützenswerten. Wer „Killerspiel“ hört, denkt an etwas krankes, das verboten werden muss und fragt gar nicht mehr nach, um was es in dem Spiel eigentlich geht. Was momentan passiert, ist in etwa so, als würde man jeden James-Bond-Film zum Killerfilm abstempeln, weil darin auf Menschen geschossen wird und dann die Bevölkerung fragen „Sollen wir Killerfilme verbieten?“. Natürlich bekommt man auf diese Frage viel einfacher ein „ja“ als auf die Frage „Sollen wir Bond-Filme verbieten?“.

2. Computerspiele haben mit Amokläufen nichts zu tun.

Die Attentäter haben nur zufällig die gleichen Spiele gespielt wie Millionen andere junge Männer. Genau wie sie die gleichen Filme gesehen, die gleiche Musik gehört und das gleiche Bier getrunken haben. Die Chance bei etwa 18jährigen Männern ein Computerspiel mit Gewaltinhalten zu finden ist angesichts der Popularität der Spiele etwa so hoch, wie bei ihnen einen Actionfilm oder eine Kiste Cola zu finden. Der Zusammenhang zwischen Amokläufen und Spielen wurde von den Verbotseiferern selbst hergestellt, um die Verbotsdebatte zu emotionalisieren und in die Schlagzeilen zu bringen.

3. Für Jugendliche sind „Killerspiele“ bereits verboten.

Der Jugendschutz in Deutschland ist der Verbindlichste in der demokratischen Welt. In keinem anderen Land wird jedes Spiel vor seiner Markteinführung von Experten alterseingestuft oder indiziert. Das Familienministerium lobt die Arbeit der dafür zuständigen USK ausdrücklich und sieht keine Notwendigkeit zur Verschärfung bestehender, strenger Gesetze. Dass Kinder und Jugendliche sich in deutschen Läden die brutalsten Spiele kaufen können ist schlichtweg falsch. Leider wird trotzdem immer wieder von einer (nicht nachgewiesenen) Gefahr für Jugendliche gesprochen und dann, völlig unlogisch, ein Verbot für Erwachsene gefordert.

4. Nicht mögen ist nicht dasselbe wie verbieten wollen.

Niemand erwartet, dass Computerspiele mit Gewaltinhalten von allen Menschen gut gefunden werden. Jeder hat das Recht, Gewaltspiele widerwärtig zu finden und Spiele generell als üble Zeitverschwendung zu erachten. Das ist aber etwas anderes, als bestimmte Spiele anderen Erwachsenen (!) generell verbieten zu wollen. Gerade das Tolerieren andersartiger Meinungen ist es doch, was eine freie Demokratie von einem totalitären Staat unterscheidet. Leider wird in der Debatte über die Spiele immer wieder „nicht mögen“ mit „verbieten wollen“ gleich gesetzt. Dabei ist es doch völlig normal, manche Computerspiele zu verabscheuen, und trotzdem gegen ihr Verbot zu sein.

5. Die Verbotsdebatte ist ein Ablenkungsmanöver und Spiele Sündenböcke.

Sebastian B., der Täter von Emsdetten, hat einen mehrseitigen Abschiedsbrief, Videos, ein Tagebuch und Webseiten hinterlassen. Er begründet seine über Jahre geplante Tat detailliert. Er wollte sich an den Menschen rächen, die ihn zum Außenseiter in der Schule gemacht, gemobbt, geschlagen, getreten und bespuckt haben. Er erzählt in seinem Abschiedsvideo sogar, wie ihm ein Mitschüler einen mit einem Feuerzeug erhitzten Schlüssel auf die Hand gedrückt hat. Dass so etwas den für ein Massaker nötigen Hass erzeugt ist zwar wesentlich plausibler als die Behauptung, dass Spiele schuld seien, die detaillierten Begründungen des Täters werden aber von Politikern und Medien einfach ignoriert, ebenso wie die Tatsache, dass es sich bei der Tat um eine Nachahmung des Littleton-Massakers von 1999 handelt und Sebastian B. die Täter von Littleton wie Götter verehrte. Statt über Schulklima, Außenseitertum, Mobbing und Vorbilder für die Tat, wird ausschließlich über Spiele diskutiert. Immer heftigere Verbotsforderung und Berichte über gemeingefährliche Computerspiele sind eben wesentlich schlagzeilenkompatibler als eine schmerzhafte Selbstanalyse der Gesellschaft.

6. Die Verbotsdebatte ist eine aufgewärmte Hexenjagd und ein Generationskonflikt.

Mitte des letzten Jahrhunderts war der „teuflische“ Rock’n’Roll an allem Schuld und sollte verboten werden, in den 80ern waren es Gewaltfilme, in den 90ern Heavy-Metal-Musik und jetzt sind es eben Computerspiele. Scheinbar hat niemand gelernt, dass solche von konservativen Moralwächtern angestachelten Hexenjagden keine Probleme lösen, sondern nur Ausdruck von Hilflosigkeit und von schwelenden Generationskonflikten sind.

7. Die Debatte entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Grundlage.

Laut Familienministerium hat die Forschung zur Wirkung virtueller Gewalt auf Jugendliche „ein breites Spektrum von Ergebnissen hervorgebracht: Von keinerlei Auswirkung über Aggressionssteigerung, Verrohung bis zum Aggressionsabbau“. Kein Forscher behauptet ernsthaft, dass Computerspiele wirklich Schuld an Schulmassakern sind. Allerdings wird dies in der Medienberichterstattung oft wie ein Fakt angenommen. Auf der Webseite vom angesehenen Ober-Killerspielejäger Prof. Dr. Pfeiffer, der den Verbotseiferern die scheinbar wissenschaftliche Grundlage gibt, findet sich unter all den Veröffentlichungen nur ein einziges Dokument, dass sich direkt mit dem Thema „Killerspiele“ befasst: Eine Kirchenpredigt (kein Scherz) in der er zu dem Schluss kommt, das Computerspiele mit Gewaltinhalten nicht mit den 10 Geboten vereinbar sind. Amen.

8. Die verbotsgefährdeten Spiele sind das Hobby von Millionen.

Die Spiele, auf deren Verbot Stoiber, Beckstein und andere jetzt drängen, gehören zu den Meistverkauften weltweit. Sie sind nicht die Beschäftigung einiger verstörter Jugendlicher, sie sind das Hobby von Millionen Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten in Deutschland! Millionen Deutsche würden durch ein Verbot also von einem weltweiten Kulturphänomen ausgeschlossen und für die Ausübung ihres Hobbys kriminalisiert. Das klingt eher nach mittelöstlichem Gottesstaat als nach freiheitlicher Demokratie…

9. Verbote schaden der Demokratie.

Wo kommen wir hin, wenn Abneigungen in Verbote münden und enge Moralvorstellungen in Gesetze gegossen werden? Ist es nicht der große Verdienst und der Stolz West-Europas, dass es hier so etwas nicht gibt? Dass jeder Mensch im größtmöglichen Rahmen die Freiheit hat, so zu leben wie er möchte? Wenn jeder alles verbieten könnte was ihm nicht gefällt, wären wir bald in einem totalitären Polizei- und Überwachungsstaat, in dem nur noch eine Art zu leben toleriert wird und in dem es keinen Fortschritt gibt. Warum verbieten wir nicht Fußball, wenn es doch jede Woche zu Hooligan-Ausschreitungen kommt?! Warum verbieten wir nicht Autorennen? Die sind gefährlich, verschmutzen die Umwelt und animieren zum Rasen! Warum nicht auch gleich Zigaretten, und Alkohol verbieten. Beides scheint sowieso ein Übel für die Jugend zu sein und wurde sicher auch von Robert Steinhäuser und Sebastian B. konsumiert.

10. Verbote bringen praktisch nichts.

Selbst wenn Verbote gerechtfertigt wären, sie würden nicht greifen. Da die Spiele im Rest der Welt erlaubt und – anders als in Deutschland – auch für Jugendliche zugänglich sind, können sie dort auch erworben werden. So auch in unseren Nachbarländern. Aber auch ohne diese Möglichkeit wäre der Bezug für Jugendliche kein Problem, denn der Bezugsweg für indizierte Spiele ist meist nicht der befreundete Erwachsene, der die Spiele kauft, sondern das Internet. Mit immer schnelleren Datenleitungen lassen sich die Spiele in Minutenschnelle aus dem Internet laden. Um ein Verbot wirksam durchzusetzen, müssten also nicht nur sämtliche Postpakete aus dem Ausland geöffnet werden, sondern auch Internetleitungen ständig überwacht werden, was einer Totalüberwachung im Stasi-Stil entspricht.


23 Kommentare bis jetzt
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Ich halte diese Punkte für richtig. Ich Spiele schon seit Jahren solche Spiele und ich habe noch nie darüber nachgedacht, irgendwen umzubringen (nicht mal Fliegen). Außerdem: Wenn die Spiele aus dem Ausland kommen (z.B. USA), sind das meistens noch brutalere, blutigere und gewalttätigere Versionen als bei uns. So wurde sowohl bei F.E.A.R. als auch bei FarCry das sog. „Ragdoll“ abgeschalten (realistisches Verhalten von Gegnern nach deren Tod). In den Originalversionen ist dies jedoch nicht der Fall.
Also dann noch viel Spass mit UT usw. wünscht euch Jamón (aka: der Schinken)

Kommentar von Jamón

Computerspiele auf dem Scheiterhaufen

Nach wie vor läuft die Debatte über angebliche “Killerspiele” in Deutschland, was für mich Anlass genug ist, einmal mehr auf das Thema hinzuweisen.
Es stimmt mich immer wieder auf`s Neue nachdenklich, dass mit dem Thema Ego-Shooter dermasse…

Trackback von Stringworks Blog

Ja! dem ist nichts hinzuzufügen! Ich bin selber pazifistisch erzogen, habe Zivildienst geleistet war noch nie in eine Schlägerei verwickelt und spiele GERNE dieses bösen sogen. „Killerspiele“.

Für mich entbehrt die „Argumentation“ in den Medien und vor allem der Politiker jeglichen Sinnes und es bestätigt mich nur in meiner Meinung über Politiker. Deswegen: Ein klares JA zu Grün – die einzige Partei die scheinbar den Überblick hat. Meine Stimme kriegen machtgeile aktiionistische Politker nicht. Das hier soll auch morgen noch „mein Land“ sein, meine Heimat, das Land an dem mein Herz hängt. Verbote, Zensur und Überwachung – nicht mit mir!

Man stelle sich nur vor über die Gesundheitsreform, Renten oder gar internationale Krisen würde ähnlich dilletantisch diskutiert wie das z. Zt. in D. zu diesem Thema stattfindet.
Gar nicht auszudenken… aber mir wird trotzdem übel…

b1ff

Kommentar von b1ff

Kann dem meisten so zustimmen. Ausnahmen:
8. Die Tatsache, dass etwas von Millionen konsumiert wird, ist kein Grund, es nicht verbieten zu können/sollen.“Illegale“ Downloads von Musik und Filmen wurden auch von Millionen durchgeführt (inklusive mir). Trotzdem ist das Verbot imho zu Recht gekommen (wenn es auch etwas seltsam formuliert wurde).Absinth wurde auch lange Zeit von vielen konsumiert. Zugegeben, die negativen Effekte waren eindeutig (im Gegensatz zu denen von „Killerspielen“), aber das Verbot, trotz Konsum durch viele Menschen war doch gut. Es liessen sich weitere Beispiele geben.

10.Ebenfalls kein guter Grund, es nicht zu verbieten.14-jährige sollten in der Regel keine Kreditkarte haben und damit Spiele bestellen können. Viele werden trotzdem an Killerspiele kommen, aber unter der Annahme, dass Killerspiele wirklich schlechtes Bewirken, wäre ein solches Verbot auch dann sinnvoll, wenn es auch nur 30% der Leute davon abhalten würde, sowas zu spielen. Auch ohne Überwachunsgstaat. Es gibt auch viele Leute, die in Deutschland an Kokain kommen und es konsumieren. Aber das ist ja nun auch kein Grund, das Verbot aufzuheben.

Weitere Anmerkung: 3. und 5.(und 10.) hängen auch irgendwie zusammen. Es ist nämlich in der Realität kein Problem für einen 15-jährigen an ein Spiel ab 18 zu kommen. Aber das liegt auch eher an der Gesellschaft. Den meisten Verkäufern ist es schlichtweg egal, was sie wem verkaufen, hauptsache sie verkaufen überhaupt was (und kriegen Geld dafür). Und den meisten Eltern scheint es auch egal zu sein, was ihre Kinder am PC machen.

Fringsten

Kommentar von fringsten

[...] Die 10 wichtigsten Argumente gegen diese Hexenjagd [...]

Pingback von -=o[ S ]o=- : Killerspiele › bei S.Fels

Vielleicht sollte man einfach nur das Erlassen verfassungsfeindlicher Gesetze unter Gefängnisstrafe stellen… Dann wäre ganz schnell vorbei mit Killerspielen, Videoüberwachung, Vorratsdatenspeicherung usw.

Ich gehe nie wieder wählen,

Daniel

Kommentar von Daniel

@Daniel

Gehe doch lieber ungültig wählen, statt nicht wählen zu gehen.

Kommentar von fringsten

Sehr schöner Blog-thanks!
@Fringsten : Einerseits stimmen Deine „Contra“ Argumente zwar, andererseits führen sie sich selbst Ad Absurdum. „Kokain“ ist eine klar definierte, nahezu weltweit verbotene Substanz die nachweislich den Körper schädigt. Auch der Diebstahl geistigen Eigentums/illegale Downloads ist ein definierter Tatbestand wohingegen die Bezeichnung „Killerspiele“ nichts weiter als eine diffuse populistische Propagandabezeichnung bar jeder Definition ist. Ettliche Politiker wissen bis heute nicht wirklich ob sich der Begriff auf „reale“ Spiele wie zb. „Gotcha(Paintball)“ oder eben Videospiele bezieht.
Zu Punkt 8:
Desweiteren ist es natürlich ein großer Unterschied ob etwas von Millionen in aller Heimlichkeit im stillen Kämmerlein konsumiert und dann verboten wird, oder ob es zb. wie Videospiele seit vielen Jahren in internationalen Ligen und öffentlichen TV Übertragungen mit Wettkampfcharakter vor einem Millionenpublikum „zelebriert“ wird. Ein solches Verbot ist imo in keinster Weise mit dem Verbot von illegalen Drogen, Downloads usw. zu vergleichen oder gar gleichzusetzen.

Kommentar von Cody

[...] benötigt dringend eine Versachlichung durch mehr Argumente und weniger Emotionalität. Auf freisein.wordpress.com finden die Gegner eines Verbots eine sehr treffende und umfassende Sammlung der wichtigsten Punkte. [...]

Pingback von Marinestrasse » Blog Archiv » 10 Argumente gegen Killerspiel-Verbot

Zu diesen 10 Argumenten fällt mir noch ein gutes elftes ein.
Die Menschheit hat sich nämlich seit jeher mit dem Thema Gewalt beschäftigt. Ob wir dazu nun Homers Ilias, Dantes Göttliche Kömödie, Goethes Faust oder halt aktuelle Stephen King Romane, Horrorfilme oder Videospiele nehmen.

Gewalt zu thematisieren liegt wohl einfach in unserer Natur.
Meines Erachtens kann dies sogar eine kartharsische Wirkung haben und als Ventil dienen.
Lieber Gewalt thematisieren als wirklich ausüben!

Kommentar von Styrkjar

Ich denke Steubers Eddie müßte dann auch Autorennen verbieten, wenn ein Idiot dann auf der Autobahn andere Verkehrsteilnehmer tötet. Armes Deutschland (Bayern) *grzz*

Kommentar von Hoffmann Hans-Werner

Ich habe auf meiner Website einen Artikel zu Gewaltspielen verfasst… ;-) Könnt ihr ja mal lesen… :D
Meine Meinung speziell…
das erste Argument der Seite ist, dass viele Gewaltspiele verboten haben wollen, weil sie auch „Killerspiele“ genannt werden und dieser Name eine Hetzerei ist. mag sein, aber auch wenn das genre „märchenprinz“ heißen würde, wäre ich dagegen
das zweite argument lautet, dass die spiele mit amokläufen nix zu tun haben. dem stimme ich, wie auch in meinem artikel zu erkennen, hundertprozentig zu. ich bin ja auch nicht gegen killerspiele, weil die nachahmungstäter hervorrufen könnten (ich finde, dass ist ausgemachter schwachsinn), sondern weil sie „ethisch und moralisch“ meiner meinung nach „nicht vertretbar“ sind
das dritte argument lautet, dass für jugendliche gewaltspiele bereits verboten sind. stimmt teils, counter strike zb gibts schon ab 16. im übrigen finde ich nicht, dass jemand mit 18 jahren kein jugendlicher mehr ist, dass jugendstrafgesetz gilt schließlich auch noch bis 21 jahre jemand ist für mich erst erwachsen, wenn er sein eigenes geld verdient, seine eigene wäsche wäscht und halt selbstständig lebt, du weißt schon, wie ich das meine
das vierte argument der seite lautet, dass man etwas nicht verbieten kann, bloß weil mans nicht mag. tja, mag sein, aber es gibt 3 millionen dinge, die verboten sind, weil man sie nicht mag, und der staat mag es schließlich auch nciht, wenn steuern hinterzogen werden, aber da kommt doch auch niemand an und sagt „hey die mögen das nicht aber nicht mögen ist nicht gleich verbieten“
das fünfte argument ist doch letztendlich das gleiche wie das zweite, dass killerspiele als sündenböcke für amokläufe genommen werden. stimme ich vollkommen zu, siehe oben, dass ganze ist aber letztendlich nur eine wiederholung von argument 2
argument nr 6 kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen, allerdings kann man rock’n roll wohl schlecht mit killerspielen vergleichen, oder? ich mein, bei killerspielen wird das töten von menschen simuliert, rock’n roll war nichts als musik
argument nr 7 lautet „keine wissenschaftliche grundlage“ – hey weißte was die brauch ich gar nicht… ich sag trotzdem, dass ich solche simulationen als menschenverachtend bezeichne.
ich sage doch nach wie vor, dass die gewaltspiele bestimmt keine psychischen störungen bei jugendlichen hervorrufen, zumindest nicht bei halbwegs intelligenten. trotzdem finde ich es widerlich, auf menschen zu schießen, und seis nur simuliert
argument nr 8 ist, dass diese spiele das hobby von millionen ist… na und? was ist das für ein hobby, stunden vor dem pc zu verbringen und auf simulierte menschen zu ballern? im übrigen war es früher auch das hobby von tausenden, in nem colosseum zu sehen, wie n mensch von nem löwen gefressen wurde. wurde trotzdem irgendwann abgeschafft
argument nr 9: verbote schaden der demokratie. ja stimmt. darüber haben wir praktischerweise gestern noch in werte und normen diskutiert. aber ohne verbote kann diese welt nicht leben. es ist alles mögliche verboten, und es wird als schlimmer empfunden, dass jemand kein impressum auf seiner homepage hat, und da seine volle adresse angeben muss, als dass man eine menschen-töten-simulation spielt.
argument nr 10. verboten bringen nix. stimmt. hast du ja auch schon gesagt, und das weiß ich, und der 15jährige spielt alles mögliche, dass ihm auch seine eltern verbieten, der staat sowieso, aber es hindert ihn nicht daran. aber mir gehts ums prinzip. einen dieb hindert es doch auch nicht, einen diebstahl zu begehen, und trotzdem ist es verboten. wegen prinzipien, die jeder mensch irgendwo haben sollte!

Ach, hab gesehen, ein „Pingback“, weil ich euch da beim Artikel verlingt habe… Wie funktioniert sowas eigentlich?

Kommentar von Merle

Ich stimme edn argumenten zu und finde ebenfalls, dass die politiker nur einen sündenbock suchen. in der schule machen wir grad eine diskussion über das verbot von killerspielen, und diese argumente sollten jedem klar machen, dass, wenn die spiele verboten werden, wir in einem überwachungsstaat leben werden, wo alles verboten ist. Denn auch nachrichten oder filme haben etwas mit mord oder blut zu tun.

Kommentar von Seestichling

Vielen Dank für die Liste! Werd ich morgen gleich mal in der Schule ans schwarze Brett hängen.
Unsere Lehrer laufen nämlich auch stockvoll dieser Hetzkampagne nach

Kommentar von Arrakis

Verbieten verboten!

http://dominikhennig.blogspot.com/2007/03/verbieten-verboten.html

Kommentar von DDH

warum sollen spiele verboten werden meiner meinung nach müsste mann nur stärkere konntrollen einführen wie pero zeigen beim kauf und ausserdem sollten psychisch labiele leute keine ego shooter spielen wer meint psychisch nicht ganz helle ist sollte mal seinen psychater fragen ich bin für freiheit für alle computerfames und spieler auch wenn man mich nicht verstehen sollte aber jeder hatt seine eigene meinung und zum stressabbau sind egoshooter das beste mfg forteck

Kommentar von forteck

ich finde das hat eigentlich nichts mit den spielen zutun das manche amoglaufen jeder hat doch ein gehirn und auch ohne den spielen können sie auch amoglaufen ich finde daher das ego-shooter nichts mit amoglaufen zutun hat

Kommentar von GB

ich wollte nur mal r.e.s.p.e.c.t. sagen. diese ganzen Argumente zu sammeln und so zusammenzufügen. wollt ich nur mal sagen, hast mich überzeugt

Kommentar von leroy

r.e.s.p.e.c.t., find out what it means to me,
r.e.s.p.e.c.t., find out what it means to me,

aaahhhhhhhhhhhhhhhahahahahahahahahahhaa.

Kommentar von leroy2

@merle

Ich kann ja verstehen, dass du Killerspiele nicht magst und das stört mich auch nicht. Aber schliesslich kann ich ja auch nicht Tetris verbieten lassen weil ich es langweilig finde. Ich könnte dort genau so argumentieren wie du:

Tetris muss verboten werden! Millionen von Menschen spielen ein Spiel das absolut nicht meinem Geschmack entspricht, obwohl sie in dieser Zeit auch Geld verdienen könnten oder Sozialarbeit machen könnten. Ausserdem beinhaltet dieses Spiel einen grossen Suchtfaktor was es also mit Drogen gleichstellt.

Ausserdem könnte ich mir dann noch irgendeinen propagandafähigen Titel ausdenken wie z.B. „Gedankenblokierspiele“ und diesen noch die Schuld an der Finanzkrise geben, da sie verhinderten, dass alle Manager ordnungsgemäss ihrer Arbeit nachgingen.

Doch obwohl man so gegen Tetris argumentieren kann, hat noch niemand vorgeschlagen Tetris zu verbieten da dies absolut hirnrissig wäre. Ich hoffe du kannst verstehen was ich damit meine.

xoblyxanier

PS: Noch kurz zum Stichwort „moralisch und ethisch unvertretbar“. Würdest du denn auch jegliche Filme in denen jemand umkommt verbieten wollen. Wenn ja, ok deine Meinung. Wenn nein, überleg dir besser noch mal was du da herauslässt.

Kommentar von xoblyxanier

merle nimmt mir das wort aus dem munde obwohl ich es nich ganz so humorvoll und sarkastisch hinbekommen hätte und hut ab und wenn dann gewählt wird alle schön gegen ein verbot wählen (wenigstens die die mitreden dürfen).

Kommentar von Andreas

sry ich meine nich merle sondern xoblyxanier sry mein fehler

Kommentar von Andreas




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